Gemeindeleben

Gebet vom Heiligen Berg!

Mönche vom Heiligen Berg Athos beten für Sie. Senden Sie eine Email an uns mit Namen und Betreff "Athosgebet". Wir leiten die Namen weiter.

Unabhängig davon helfen Sie mit Ihrer Spende den Mönchen. Bitte per Überweisung auf unser  Gemeindekonto mit dem Verwendungszweck "Athoshilfe".

Gott vergelt’s!


Anfahrt

St. Johanneskapelle:

Billhorner Mühlenweg 31,

Rothenburgsort“ (S3, S21)

(Metrobus 3 > Kraftwerk Tiefstack)

(S21 > Aumühle)


Hl. Johannes von Kronstadt Kirche

Tschaikowskyplatz 1,

20355 Hamburg.

Tägl. von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Zu erreichen über  U-Bahn Station „Messehallen" (U2)


Vasilopita
Vasilopita
Vasilopita
Besuch von Erzbischof Tichon am 8. November 2018
Die neue Kirche in Rothenburgsort
Die neue Kirche in Rothenburgsort
Die kleine Ikonostase
Weihe der Athos Brote
Die Jahre in der Holzkapelle waren wundervoll
Das innere der Holzkirche, in der wir 5 Jahre Gäste sein durften.

Interview mit dem Priester Konstantin Lindberg Kirchenvorsteher der Kirche der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg, Deutschland. Oktober 2006 und Juni 2008) (Aus dem Buch über das Leben des Starzen Nikolaj)

 

Unsere orthodoxe Kirchengemeinde der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg existiert schon seit 15 Jahren. Im Jahre 2002 wurden wir in die Jurisdiktion der Russisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats aufgenommen. Zunächst wurden die Gottesdienste auf Polnisch abgehalten, da unsere Gemeinde hauptsächlich von Polen besucht wurde. Jedoch wechselten die Gemeindemitglieder aufgrund von Problemen mit ihrer Arbeit häufig. Mit der Zeit kamen neue Gemeindemitglieder aus Russland, Georgien, Rumänien, Serbien, Arabien und anderen Nationen, die sich in Deutschland niederließen, hinzu. Ihre Kinder sprechen Deutsch besser als ihre Muttersprache. Auch viele Deutsche konvertierten zum orthodoxen Christentum. Der Gottesdienst fand auf zwei Sprachen statt: auf Kirchenslawisch und auf Deutsch. Aber wieder entstand ein Problem: auf welcher Sprache soll der Gottesdienst in einer deutschen Stadt, in einer Kirche, die von so vielen Nationalitäten besucht wird, abgehalten werden?

Ich fuhr jedes Jahr nach Russland und besuchte in derzeit fast alle berühmten russischen Klöster, alle Kirchen von Moskau und Sankt Petersburg und lernte viele Priester kennen. 1998 fuhr ich nach Sankt Petersburg und ein Bekannter von mir kam ebenfalls mit dem Auto dorthin. Er schlug vor, gemeinsam auf die Insel Salita zum Starez Nikolai Gurjanow zu fahren, damit ich ihn fragen kann, auf welcher Sprache der Gottesdienst in unserer Gemeinde stattfinden soll. Ich stimmte zu und wir fuhren los.

Wir fuhren über den Pscowsky See zur Insel, fanden das kleine Häuschen vom Starez und stellten uns vor die Torpforte. Viele Menschen waren da. Pater Nikolai war im Häuschen. Dann kam er heraus und fragte die Besucher nach ihrer Herkunft. Es wurden viele russische Orte genannt nur ich antwortete, dass ich aus Deutschland komme.

Jeder der Anwesenden hatte Probleme, weswegen eine Schlange gebildet wurde. Ich stellte mich ganz nach hinten ans Ende. Ich weiß nicht, worüber sich Pater Nikolai mit den Russen unterhalten hat aber plötzlich drehte er sich in unsere Richtung und sagte mit einer starken Stimme: „Deutsch beten“, ich dachte, dass er allen befahl auf Deutsch zu beten und begann laut auf Deutsch „Vater unser“ zu beten. Aber dann bemerkte ich, dass niemand darauf geachtet hat und niemand betete. Ich fühlte mich verlegen und hörte auf.

Als ich an der Reihe war, fragte ich: „Pater Nikolai, auf welcher Sprache sollen wir die Gottesdienste in unserer Kirche abhalten?“ Und er antwortete: „Alles wird gut“. Ich musste schon gehen und dachte mir: „Ich kam von weit her, aus Deutschland und bekam keine Antwort auf meine Frage“. Ich stellte mich wieder an, kam das zweite Mal zu ihm und fragte: „Pater Nikolai, Sie haben mich nicht verstanden. Ich wollte wissen auf welcher Sprache wir unsere Gottesdienste abhalten sollen “ Und er antwortete wieder „Alles wird gut“, ich war sehr unzufrieden. Ich beschloss es noch mal zu versuchen und stellte mich zum dritten Mai an. Ich kam dran und fragte: „Pater Nikolai, was soll ich tun? Auf welcher Sprache sollen wir in unserer Kirche beten? “ Und er sagte wieder: „Alles wird gut!“ und lachte. So ging ich unzufrieden fort. Wir fuhren wieder über den See zurück. Nach der Überfahrt machten wir ein Picknick vor der Rückfahrt. Während wir aßen, sah ich eine kleine Birke. Wir gruben sie aus und pflanzten sie dann bei uns in Hamburg neben unserem Haus. Unterwegs nach Moskau, etwa 80 km von Pskow entfernt, wurde ich mir der Bedeutung der Geschehnisse bewusst und wunderte mich über mich selbst: „Warum hast du denn Pater Nikolai nicht verstanden? Er hat dir doch mit einer starken Stimme gesagt und dazu noch auf Deutsch, dass man Deutsch beten muss! Es gab da keine anderen Menschen aus Deutschland“.

Und ich erinnerte mich daran, dass er mir das gesagt hat, bevor ich ihm über mein Problem erzählt habe… Er wusste vorher, was ich von ihm wollte! ich verstand, was für ein Hellseher dieser Mensch ist.

Seit dieser Zeit finden die Gottesdienste in unserer Kirche der Heiligen Kyrill und Method in Hamburg auf Deutsch statt.